KI und Psychotherapie

Ja, es hat mir Spaß gemacht, ein bisschen in die Zukunft zu schauen und dieses Buch zu schreiben, in dem ein junger Mann versucht, seine fast zerbrochene Beziehung mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz zu retten.

Dabei habe ich mich oft gefragt: Wird das eines Tages Realität oder bleibt es Fiktion? Wird künstliche Intelligenz in der Psychotherapie hilfreich sein oder sie vielleicht sogar ganz ersetzen? Je weiter das Buch voranschritt, desto sicherer wurde ich, dass KI in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Lösung persönlicher Probleme spielen wird. Der Beruf des Psychotherapeuten wird wahrscheinlich nicht so schnell verschwinden, aber KI und Mensch werden zusammenarbeiten.

Heute sind wir noch nicht so weit wie im Buch, aber in manchen Bereichen könnte KI schon hilfreich sein. Ich denke an die Lern- und Übungsarbeit, an der niemand vorbeikommt, der in seinem Leben etwas verändern will. Er oder sie muss lernen, achtsam zu sein, das eigene Verhalten zu beobachten, das eigene Denken zu beobachten und vieles mehr. Achtsamkeit ist eine perfekte Spielwiese für KI.
Eine einfache Software kann heute schon an Aufgaben erinnern und jede bessere Smartwatch kann Stresszustände ihres Trägers erkennen und darauf aufmerksam machen.

Letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn ein anderer Umgang mit dem eigenen Stress ist besonders wichtig für jede persönliche Entwicklung. Das merkt auch Jona – die Hauptfigur in meinem Buch.

Menschen funktionieren unter Stress anders als in entspannten Zeiten. Unter Stress übernimmt die unbewusste Psyche die innere Führung. Sie ruft Denk-, Fühl- und Verhaltensweisen ab, die der eigenen Person selten dienlich sind. Die meisten Probleme, mit denen Patienten in die Praxis kommen, sind darauf zurückzuführen. Die Ursachen von Stress können vielfältig sein und werden oft gar nicht als solche wahrgenommen. Deshalb ist es auch nicht so einfach, dieses Stressgeschehen zu erkennen und steuernd einzugreifen.

Für eine KI wäre das ein Kinderspiel. Sie kann die Körperwerte erfassen und gleichzeitig zuhören, was in der Umgebung passiert. So kann sie in kürzester Zeit genügend Informationen darüber sammeln, welche Bedingungen ihr Nutzer als psychisch belastend empfindet, und diese nutzen, um Stoppsignale zu setzen oder Vorschläge für andere Vorgehensweisen zu machen.

Wollen Sie schon mal lesen, wie das in ein paar Jahren aussehen wird…?

Zum Buch geht es hier:

https://www.reinhardt-kraetzig.de/books.html#kiimohr

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